Freitag, 29. Dezember 2006

Wenn es passt – aber nicht unbedingt jetzt

Die Schnittstelle zwischen einem alten und einem neuen Jahr, auch Silvester genannt, wird traditionell von guten Vorsätzen begleitet. Und von vielen mehr oder weniger guten Ratschlägen, wie sie im neuen Jahr eingehalten werden und Gründen warum sie doch nicht eingehalten werden. Was liegt also näher, als diese Chance zu nutzen und auch darüber zu schreiben?

Es tun doch alle. Gute Vorsätze für das neue Jahr gehören einfach dazu. Oder gehören Sie schon zu allen anderen, die sich ganz bewusst nichts mehr vornehmen? Die „Klassiker“ wie mit dem Rauchen aufzuhören, abzunehmen oder sich mehr Zeit für sich und die Familie zu nehmen sind doch durchaus legitim.

Um heraus zu finden, was aus Vorsätzen so wird, sind vielleicht ihre Definitionen aus der Juristerei hilfreich. Ist Ihr „Vorsatz“ gar nur eine Absicht etwas herbei zu führen? Oder schon eher ein direkter Vorsatz, bei dem Sie wissen, dass Ihr Handeln zur Verwirklichung führt?

Genau der Unterschied zwischen (r)einer Absicht und einem direkten Vorsatz ist bei vielen guten Vorsätzen der Knackpunkt. Dem gewünschten Ergebnis wird zwar viel Aufmerksamkeit geschenkt, nur selten werden jedoch die Handlungen beachtet, die das Ergebnis wirklich herbeiführen. Dann ist es so wie bei den drei Fröschen, die auf einem Stück Holz auf einem Fluss einem Wasserfall entgegen treiben. Nur einer davon entscheidet sich zu springen. Wer diese Geschichte kennt weiß, dass danach immer noch drei Frösche auf dem Holz sitzen, denn eine Entscheidung alleine ohne Handeln ist wirkungslos. Dafür kann sie aber immer wieder von neuem (um-)entschieden werden.

Leichter wird es, wenn für die Verwirklichung des Vorsatzes nichts Wichtiges aufgegeben werden muss. Was das Wichtige ist, gilt es heraus zu finden. Das ist zwar oft nicht offensichtlich, hilft aber ungemein. Möchte beispielsweise jemand abnehmen, müsste sie oder er eventuell auf eine gemütliche Zeit am Abend in entspannter Atmosphäre während des Essens, oder einfach auf den Genuss des Essens selbst, verzichten. Wenn sich nun anderes findet, wie zum Beispiel Entspannung bei oder Genuss von guter Musik oder guten Büchern, verliert das Essen selbst an Wichtigkeit. Der Vorsatz der Abnahme von Gewicht fällt leichter.

Vorsätze müssen wichtig genug sein um sie jederzeit zu direkten Vorsätzen zu machen. Sind sie wichtig genug, muss man sie nicht bis zum Jahreswechsel reifen lassen. Und ist man noch nicht bereit zu einem Vorsatz kann die Zeit für die Entdeckung des Wichtigen genutzt werden um es sich dann leichter zu machen.

Prosit 2007!


BUSYPEOPLECOACHING [Coaching Wien]

Mag. Michael Sicher, MSc [Coach Wien]
1160 Wien

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